Home

Projektbeispiel >> Pulmonalarterien-Banding beim hypoplastischen Linksherzsyndrom.

Beim hypoplastischen Linksherzsyndrom HLHS handelt es sich um eine Kombination von mehreren Fehlbildungen des Herzens und der Aorta. Das hypoplastische Linksherz ist durch eine vollständige Ductusabhängigkeit charakterisiert, also den Blutdurchfluss durch eine kleine Gefässverbindung.

Patienten mit HLHS müssen sich in den ersten Lebenstagen einem Eingriff unterziehen lassen, welcher die ausreichende Versorgung des Körpers mit sauerstoffangereichertem Blut sicherstellt. Anstelle der etablierten Norwood-Prozedur mit einer Serie von Operationen am offenen Herzen in den ersten Lebenswochen wurde das Hybridverfahren entwickelt. Dabei wird im ersten Eingriff die Pulmonalarterie gezielt eingeengt und zusätzlich sichergestellt, dass der Ductus offen bleibt. Konventionell wird diese Einengung der Pulmonalarterien mit einem Band durchgeführt. Nach ca. 3 – 6 Monaten folgt dann eine operative Rekonstruktion, bei der auch die Einengung der Pulmonalarterien wieder rückgängig gemacht wird. Mit dem Hybridverfahren können die ersten schweren Operationen um einige Monate herausgezögert werden.

Carag hat in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. René Prêtre, PD Dr. Hitendu Dave und Prof. Dr. Oliver Kretschmar vom Kinderspital Zürich einen Clip entwickelt, welcher ein kontrolliertes und sichereres Verringern des Pulmonalarterien-Querschnitts ermöglicht. Die Gefässe haben trotz Durchfluss-Verringerung Platz zum Wachsen und im Gegensatz zur konventionellen Einengung mit Band bleiben nach der Entfernung des Clips keine Falten und Verwachsungen auf der Arterie zurück.